Aus dem Tagebuch der Jugendfreizeit (2)


Mittwoch, 10.07.2019: Kreatives und das Meer

Am Vormittag fand das erste Kreativangebot statt. Dazu hatten sich die Teamerinnen folgendes ausgedacht: Sie wollten den Jugendlichen beibringen, Freundschaftsbändchen zu knüpfen, was einige dann auch mit Freude versuchten. Parallel dazu fuhr unser Gemeindebus wieder, wie jeden Morgen, in den Supermarkt in den Nachbarort Rosporden, weil wir dort das Essen für den Tag kaufen wollten. Ein paar Jungs und Mädchen, denen der Sinn weniger nach kreativem Arbeiten stand, begleiteten uns dabei.

Am Nachmittag fuhr die ganze Gruppe dann ans Meer nach Kerlévent, worüber sich alle freuten. Besonders aber für einige war das ein besonderes Erlebnis - nämlich für die, die aus unserer Gruppe noch nie in ihrem Leben am Meer waren.

Um 22 Uhr trafen sich dann alle wieder zu Abendrunde und einem Durchgang des Spieles „Wölfe“. 

Nach der Meditation gingen alle ins Bett. 

 

Donnerstag, 11.07.2019: Sport, Geschichte und Abendteuer

Unser Reiseveranstalter hatte damit geworben, dass es in unserem Haus einen Billardtisch, einen Tischkicker und einen Fitnessraum gebe. Und in der Tat: Die gibt es auch, wir dürfen sie aber von Seiten der Hausverwaltung aus nicht benutzen! Entsprechend groß war die ersten Tage die Enttäuschung. Doch die Direktorin unserer Unterkunft hatte eine andere Idee: Sie besorgte uns beim Bürgermeister von Elliant den Schlüssel zur Sporthalle nebenan. Und was soll ich sagen? Das machte Tischkicker, Billardtisch und Fitnessraum mehr als wett! Schon früh am Morgen, direkt nach dem Frühstück, waren alle Sportbegeisterten dort.

Am Nachmittag stand ein Ausflug auf dem Programm: 

Wir fuhren zuerst nach Plougonvelin in die Gedächtnisstätte „Musée Mémoires 39-45“, einem Stück des Atlantikwalls, der während des 2. Weltkrieges die Hafeneinfahrt nach Brest bewachen sollte. Es handelte sich hierbei um die Kommandozentrale, von der aus damals vier Kanonen gesteuert wurden.

Der Sohn des Museumsgründers erzählte uns, wie seine Familie Zeitzeugen interviewt und die Gedächtnisstätte eingerichtet hatte - als Erinnerung an das, was damals war und allen zur Mahnung, dass sich das nicht wiederholt. Er meinte: „Das Museum führt zwar vor Augen, was Deutsche, Franzosen und Amerikaner in und um Brest herum erlebt haben. Das ist aber nur exemplarisch. Es könnte auch in Deutschland, Holland oder irgendwo anders stehen.“ 

Im Inneren der Anlage, in einem alten Bunker, wurde alles originalgetreu wieder hergestellt, so dass man miterleben konnte, was die Menschen in den Kriegsjahren mitgemacht haben. Besonders eindrücklich waren die Aussagen, der Zeitzeugen - Soldaten und Zivilisten aus allen Ländern. In einer Animation konnte man zudem miterleben, wie es sich wohl angefühlte, wenn man zusammen mit einer 16-jährigen Bretonin in einem Bunker saß und über einem wurde ein Bombenangriff geflogen.

Danach fuhren wir in einen Kletterpark, dessen Felsenparcours auf einer kleinen Festungsinsel die Mutigen unter uns mit Bravour meisterten und der enorm viel Adrenalin freisetze! Es war schön zu sehen, wie die, die sonst zurückhaltender sind, auf einmal zwei Köpfe größer wurden ... Und diejenigen mit Höhenangst blieben zurück und fuhren in ein kleines Hafenstädtchen.

 

Michael Hilka, Pfarrer


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