18. März 2018

Lichtblicke in der Gemeinde


In unserer Gemeinde tut sich was: Wir werden im Team der Hauptamtlichen wieder mehr. Und wir nehmen uns die Freiheit, „die neuen Räder nicht während der Fahrt zu montieren“, wie es einer der beiden Neuankommenden trefflich bemerkte.

Und was hat das mit Glauben zu tun? Wieso sollte ein Boxenstopp ein Lichtblick sein?

Es geht langsam mit dem Zusammenwachsen unserer vier Bezirke zu einer großen Gemeinde. Hin und wieder stellen wir fest, dass es uns nicht gelingt, alle Menschen auf dem Weg mitzunehmen. Wir: im Presbyterium, wir Pfarrer und Pfarrerin, in den Bezirken. Auch unter den Mitarbeitenden herrscht da ab und an Enttäuschung oder Traurigkeit, wenn jemand sagt: „Ich merke von meiner Gemeinde nicht mehr viel. Früher war das anders.“ Abgehängt? Im Schatten zurückgelassen? Im Tempo nicht angepasst?

Meine Frage: wie wäre es mit einem Boxenstopp? Tatsächlich ist diese Begrifflichkeit aus der Rennfahrpraxis, wo bei Fehlern z.B. bei den Rädern in einem Boxenstopp nachjustiert wird. Aber die Rede vom Boxenstopp passt erstaunlich gut in diese Zeit, da der neue Pfarrer – Michael Hilka - in dieser Stadt und unserer Gemeinde ankommt und dazu Zeit braucht.

Genauso wie Markus Bischof ja gern für alle Jugendlichen und Kinder Ansprechpartner sein möchte, aber zunächst wieder mal in der Schülerhilfe zur Leitungsvertretung gebraucht wird. Zum Glück kann Anne-Cathrin Lanz ihm noch zu dem ein oder anderen Boxenstopp verhelfen, weil sie ein paar Stunden trotz neuer Aufgabe bei uns verbleibt.

Lichtblick! Unsere Hoffnung richtet sich auf den Sommer, in dem hoffentlich Frau Volz zurückkehrt. Es geht eben nicht, das Tempo anzuziehen, aber auf einem Reifen zu wenig unterwegs zu sein!

So ein Boxenstopp wird uns allen im Glauben an Kreuz und Auferstehung geschenkt. Wenn es gelingt, Jesu Tod am Kreuz nicht zugunsten der Osterfreude zu überspringen, dann habe ich Zeit, mich von Gott behutsam vom Schatten ins Licht führen zu lassen.

Und das Tollste ist: für all die Momente dieses Weges gibt es zum Osterfest Feiertage – von Karfreitag brauchen wir nicht in den Ostermorgen zu rasen, dazwischen ist der Samstag eine Gelegenheit innezuhalten. Und wem das mit Ostern ohnehin zu schnell geht, mag den Ostermontag als Boxenstopp nutzen, um im Osterlicht neue Fahrt ins Leben aufzunehmen.

Fast scheint es mir, als wäre die Wegstrecke seit der Fusion manches Mal eine Durststrecke gewesen, damit wir nun alle gemeinsam uns den Boxenstopp der Integration neuer Mitarbeiter leisten wie einen Halt an der Quelle lebendigen Wassers, von dem wir ja umsonst bekommen sollen in Gottes Namen.

Halten Sie an oder starten Sie durch, genießen Sie die Zeit des Boxenstopps und vor allem: bleiben Sie mit uns allen unterwegs auf dem Weg des Glaubens in unserer Gemeinde!

Britt Goedeking

 


Britt Goedeking, Pfr`in Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen
Vorsitzende des Presbyteriums
Britt Goedeking, Pfr`in

Arbeitskreis Ehrenamt und Synodalbeauftragte für Gottesdienst im Kirchenkreis Saar-Ost


Blumenstr. 20
66538 Neunkirchen
Telefon: 06821/ 2 32 05
Telefax: 06821/ 14 02 40




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