21. April 2018

Markus Karsch ist der neue Superintendent


Ich bin 49 Jahre alt, wurde in Merzig geboren und bin in Mettlach aufgewachsen. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Luft- und Raumfahrttechnologie studieren. Aber auf dem Weg nach zur Einschreibung an der TU Stuttgart ist mir klar geworden, dass das nicht der richtige Weg für mich ist.

Buchstäblich im letzten Moment, schon im Unigebäude, entschloss ich mich, Theologie zu studieren, um Pfarrer zu werden. Statt mit dem fernen Weltraum beschäftige ich mich seither mit dem Himmelreich Jesu Christi mitten unter uns. Bis heute für mich die richtige Entscheidung! Geblieben ist aber eine Leidenschaft für Science-Fiction und für Technik; die nur noch übertroffen wird von der fürs Kochen und für Kochbücher.

Nach dem Theologiestudium in Bonn, dem Vikariat in verschiedenen Gemeinden und dem Probedienst in der der Kirchengemeinde St. Wendel hatte ich 2006 das große Glück, gemeinsam mit meiner Frau in die 2. Pfarrstelle der Gemeinde St. Wendel gewählt zu werden, die ich seit ihrem Ausscheiden allein versehen habe. Nun hat mich die Synode des Kirchenkreises Saar-Ost am 4. November zum hauptamtlichen Superintendenten gewählt. Am 8. April trete ich mein Amt an. Und ich freue mich drauf! Ein Schwerpunkt meiner Gemeindearbeit lag von Anfang an in der Jugendarbeit.

Von der Jugendarbeit zur Zukunft von Kirche und Gemeinde ist es ja womöglich nur ein kleiner Schritt. Vielleicht also liegt es daran, dass mir dieses Thema seit langem wichtig ist. Damit verbunden natürlich auch die Zukunft des Pfarrberufs. Der frühere Ratsvorsitzende der EKD, Wolfgang Huber, hat es für mich auf den Punkt gebracht: „Kirche ist eine GmbH – eine Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung“! Das Himmelreich Jesu Christi hat so viel zu bieten für Menschen: Hoffnung, Sinn, Trost, Lebensfreude, Gemeinschaft, Gerechtigkeit, Zuflucht – all das gerade in unseren gesellschaftlich und weltpolitisch so schweren und unsicheren Zeiten! In Gottes Froher Botschaft haben einen riesigen Schatz „unter die Leute zu bringen“.

In den letzten Jahren standen oft strukturelle Fragen und Finanzfragen im Vordergrund. Das war wichtig und nötig. Aber bevor sich Kirche endgültig zu einer Behörde entwickelt, sind jetzt inhaltliche Antworten gefragt! Antworten auf die Fragen von denen, die sich in den Kirchengemeinden engagieren, aber jetzt oftmals an (ihre) Grenzen stoßen. Aber auch auf die Fragen von Menschen, die der Kirche fern stehen oder ihr schon den Rücken gekehrt haben. Antworten auf Fragen wie diese: Wofür steht Kirche? Was bringt mir der Glaube? Und wie soll’s weitergehen?

Als Superintendent möchte ich Antworten finden, gemeinsam mit den Menschen, den Gemeindegliedern, mit unseren Kirchengemeinden, unseren Mitarbeitenden (auch in der Verwaltung!) und Gremien. UND ich möchte und freue mich darauf, diese Antworten auch umzusetzen! Ich habe die begründete Hoffnung, dass wir es gemeinsam schaffen können. „Yes, we can!“ – Ja, wir können das! Im Auftrag und mit Hilfe unseres Herrn Jesus Christus!

Ihr Markus Karsch

 





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