Sing mit uns!
Wir sind der Chor der Christuskirche Neunkirchen-Innenstadt und laden Sie und Euch ein, in der öffentlichen Chorprobe die Lust am eigenen Singen zu entdecken und auszuprobieren. weiterlesen
Welche Gebäude können wir halten, wo können wir noch sparen? So nutzen wir in der kalten Jahreszeit kleinere Gemeinderäume als „Winterkirche“, um Heizkosten in den großen Kirchenräumen zu minimieren. Und dann das …
Als ich am Silvestertag in Wellesweiler das Glockenläuten zum Neujahr einrichten wollte, fielen mir die vielen abgebrannten Feuerwerkskörper vor der Paul-Gerhardt-Kirche auf. Dort haben Jugendliche im Eingangsbereich China-Böller gezündet und mal wieder die weiße Wand verunreinigt. Ein Anstrich ist zwar nicht aufwändig, kostet aber auch wieder Geld, das an anderer Stelle dringender benötigt wird.
Erst im Jahr zuvor mussten Schmierereien in diesem Bereich übermalt werden. Viel schlimmer kam es dann aber bald danach im neuen Jahr: „Brandanschlag auf die Christuskirche“ war die Meldung des Aus der Gemeindeleitung 10 Evangelisch in Neunkirchen - Nr. 5 - März bis Mai 2026 Tages in der lokalen Presse.
Unbekannte hatten einen Tag nach Silvester in der Nacht einen Brandsatz vor den Haupteingang der Christuskirche geworfen, wodurch die Eingangstür stark beschädigt wurde und Rauch und Ruß starke Schäden im Treppenhaus und den darüberliegenden Gruppenräumen anrichtete. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten noch größere Schäden verhindert werden, insbesondere blieben Kirchraum und Orgel verschont. Dennoch wird die Restaurierung des Eingangsportals und das Säubern von Ruß und der notwendige Neuanstrich mal wieder in die zehntausende (Euro) gehen.
Allein die unmittelbar notwendige Grundreinigung für den zentralen Gottesdienst in der Christuskirche am darauffolgenden Sonntag kostete rund 1500 €, und noch nach Tagen und Wochen sind nicht alle Räume wegen anhaltendem Brandgeruch nutzbar. Und damit uns nicht langweilig wird, gab es gleich in der Folgewoche einen erneuten Anschlag mit Brandsatz an gleicher Stelle, der zum Glück glimpflicher ablief und im Außenbereich gelöscht werden konnte.
Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen und laut Pressemitteilung auch einen Verdächtigen ermittelt.
Und so komme ich zur Eingangsfrage: muss das sein und warum macht man so etwas?
Macht es Spaß, das zu zerstören, was andere aufbauen, hegen und pflegen? Geht es dem Täter zu schlecht und uns immer noch zu gut? Gerade wir als Kirchengemeinde versuchen doch auch zu helfen, wo wir können– im Gespräch und auch materiell.
Ich kann diese Fragen nicht beantworten und hoffe nur, dass die Vernunft siegt und es keine weiteren unnötigen Ereignisse dieser Art geben wird.
Zum Abschluss darf ich mich bei allen bedanken, die uns hier tatkräftig auch mitten in der Nacht unterstützt haben, insbesondere den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr, der Küsterin und den Pfarrern. Dank auch den Mitarbeitern der Reinigungsfirma, die am eigentlich arbeitsfreien Samstag angetreten sind, sowie den ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Engagement den Betrieb der Christuskirche aufrecht gehalten haben.
Helmut Thissen, Kirchmeister
Kirchengemeinde Evangelisch Mittendrin