Ausflug des Wichernhauscafés


Lange Zeit durften sich in den Gebäuden der Kirchengemeinde keine Gruppen und Kreise mehr treffen. Zu groß war die Gefahr, sich mit dem Corona-Virus anzustecken.

Seit Juni wurden die strengen Vorgaben der Landesregierung aber wieder gelockert und es wurde so möglich, unter Beachtung von Hygienemaßnahmen und Einhaltung des Abstandsgebotes zu geselliger Runde zusammenzukommen.

Die erste Gruppe, die sich im neu zum Leben erwachten Wichernhaus traf, war das Wichernhauscafé, zu dem auch wirklich fast alle Frauen kamen. Es war sehr schön, alle gesund und munter nach Monaten wiedergesehen zu haben.

Am 28. Juli machte das Wichernhauscafé nun einen Ausflug - raus aus dem Haus, rein in die Stadt. Das Wetter war aber auch zu schön, um drinnen zu sitzen. So fuhren wir mit dem Gemeindebus und einem Privatauto nach Blieskastel zum Wallfahrtskloster der Minoriten hoch über Stadt und schauten uns die Parkanlage, die kleine Kreuzkapelle und die Klosterkirche an.

Die Kreuzkapelle stammt aus dem Jahr 1682 und beherbergte bis zur Französischen Revolution eine Kreuzreliquie, d. h. einen Splitter des Kreuzes Jesu, zu der man Wallfahrten unternahm. Danach wurde die Kapelle ihrer ursprünglichen Bestimmung beraubt und unter anderem als Pulvermagazin benutzt. Im 19. Jahrhundert wurde sie erneut geweiht und die Statue „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“, die sogenannte Pfeilenmadonna, aus dem Kloster Gräfinthal in die Kreuzkapelle gebracht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man dann wieder mit den Wallfahrten, aber diesmal nicht zum Heiligen Kreuz, sondern zu der Marienstatue.

Neben der Kreuzkapelle befinden sich das Klostergebäude und die Klosterkirche, die 1929 vom Speyerer Bischof geweiht wurde und seitdem als Wallfahrtskirche dient.

Am Kloster befindet sich auch die sogenannte Pilgerrast, in die man normalerweise wunderschön einkehren kann. Doch das galt leider nicht für das Wichernhauscafé, weil sie just an dem Tag, als wir dort waren, Ruhetag hatte. Also fuhren wir in die Stadt ins Schlosscafé, um dort den Ausflug bei Kaffee und Kuchen oder Eis ausklingen zu lassen, bevor es dann zurück nach Neunkirchen ging.

 

Michael Hilka, Pfarrer


Michael Hilka, Pfr. Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen
Michael Hilka, Pfr.
Vorsitzender des Presbyteriums
66538 Neunkirchen
Telefon: 06821-8530




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