Zuversicht in schwerer Zeit


Als ich meine erste Pfarrstelle angetreten habe, erzählte man sich von einem meiner Vorgänger, er habe immer auf der Kanzel gepoltert und der Gemeinde mit erhobenem Zeigefinger die Leviten gelesen.

Das ist zum Glück schon lange her. In unseren Kirchen herrscht heute ein anderer Ton, zumal es auch nicht Aufgabe von Kirche ist, Menschen zurechtzuweisen, sondern ein gutes Wort zu sagen und Zuversicht zu verbreiten.

Zuversicht ist das, was wir gerade heute mehr denn je brauchen angesichts der negativen Meldungen, die jeden Tag auf uns einprasseln - die Zuversicht, dass Gott da ist, dass alles am Ende gut wird und dass sich Lösungen finden werden.

Die Bibel ist voller Geschichten von Menschen, die in Not gerieten, aber die Hoffnung nicht aufgaben und sich an Gott klammerten. Sie erinnerten sich in schwerer Zeit daran, wie Gott ihnen schon früher zur Seite stand, und daraus schöpften sie Zuversicht und Stärke.

Möge unsere Kirche noch stärker zu einem Ort der Zuversicht werden, die die Menschen ansteckt und ihnen hilft, durchzuhalten, auch wenn es gerade schwer ist.

 

„Gott ist unsre Zuversicht und Stärke,

eine Hilfe in den großen Nöten,

die uns getroffen haben!“

(Psalm 46,2)


Michael Hilka, Pfarrer Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen
Michael Hilka, Pfarrer
Vorsitzender des Presbyteriums
66538 Neunkirchen
Telefon: 06821-8530




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